Warum nicht jede Tür geöffnet werden darf

Der Schlüsseldienst darf nicht immer öffnen

Das bekannte Nachrichtenmagazin Focus hat heute einen interessanten Artikel herausgebracht. In diesem Artikel  wird darauf eingegangen, dass ein Schlüsseldienst nicht dazu verpflichtet ist einen eingegangenen Auftrag auch anzunehmen. Manchmal darf er ihn nicht einmal annehmen. Doch wieso ist das so?

Einbruch soll vorgebeugt werden

Die Antwort ist denkbar simpel: Man will somit Einbruch und Missbrauch vermeiden. Möglicherweise hat der nette Herr, der um zwei Uhr nachts den Schlüsselnotdienst bestellt sich wirklich ausgesperrt. Vielleicht handelt es sich aber nur um einen besonders dreisten Einbrecher, der den Notdienst für seine Zwecke einspannen will. Oder es handelt sich um einen eifersüchtigen Ex-Partner, der sich auf diesem Wege Zutritt zur Wohnung der ehemals besseren Hälfte verschaffen will um dort Schaden anzurichten. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Um all dem vorzubeugen verlangen seriöse Schlüsseldienste normalerweise eine Bestätigung um sicherzugehen, dass der Auftraggeber auch wirklich in der besagten Wohnung lebt. Für gewöhnlich wird dafür der Ausweis verlangt. Oft liegt der aber mitsamt Geld und Schlüsselbund noch im Innern der besagten Wohnung. In diesem Fall verlangt der Dienstleister dann nach vollbrachter Arbeit eine rückwirkend gültige Identifikation.

Natürlich gibt es auch Fälle, in denen man sich schlicht und ergreifend nicht ausweisen kann. In so einem Fall kann man nur hoffen, dass ein Nachbar zuhause ist, der bestätigen kann, dass man in der verschlossenen Wohnung lebt. Ansonsten kann es sein, dass man die Nacht außer Haus verbringen muss. Falls keine Form der Bestätigung für das Wohnen in der Wohnung erbracht werden kann darf der Öffnungsdienst dem Auftraggeber keinen Zutritt verschaffen. Eine Notlösung ist es zwar, die Polizei einzuschalten um die Identität bestätigen zu lassen – davon sollte jedoch nur in äußersten Notfällen Gebrauch gemacht werden.